GEW-Planungen für die Tarifrunde TVöD 2020

Im Herbst 2020 steht turnusmäßig die Tarifrunde für den öffentlichen Dienst Bund und Kommunen an. Vor dem Hintergrund der aktuellen Krise hat die Tarifkommission der GEW am 29. Mai beraten, wie es weitergehen kann. Klar ist: Wir werden nicht auf eine Tarifrunde verzichten! Gerade jetzt braucht es ein deutliches Signal der Anerkennung für die Leistungen der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Denn die letzten Monate haben gezeigt, wie unverzichtbar der gesamte öffentliche Dienst ist. „Mit Klatschen allein ist es nicht getan,“ sagte Daniel Merbitz, im Geschäftsführenden Vorstand der GEW für die Tarifpolitik zuständig, „die Gehälter müssen steigen und zwar dauerhaft.“ In Anbetracht der Pandemie muss jedoch auch über eine Verschiebung der Tarifrunde, aber ohne Lohnverzicht, nachgedacht werden.

Die weitere Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe bleibt für die GEW ein wichtiges Ziel. Die bereits mit der VKA begonnenen Verhandlungen über die  Eingruppierungsregelungen im Sozial- und Erziehungsdienst, die seit dem Auftakt am 5. März pausieren, sollen fortgesetzt werden. Über eine Kündigung der Entgeltordnung wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Am 16. Juni wird die ver.di-Verhandlungsführung mit den öffentlichen Arbeitgebern sondieren, ob die Tarifrunde wie geplant im Herbst durchgeführt werden soll, oder wie eine Verschiebung ohne Lohnverzicht für die Beschäftigten gestaltet werden kann. Anschließend werden die Tarifkommissionen der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes das Sondierungsergebnis bewerten und über das weitere Vorgehen entscheiden.

Frankfurt, den 4. Juni 2020

Oliver Brüchert
GEW-Hauptvorstand
Reifenberger Str. 21
60489 Frankfurt
Tel. 069-78973-0