Corona-Schnelltests bringen keine Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes

// PRESSESTATEMENT //

Hannover, 4. Dezember 2020

Die Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen, Laura Pooth, kommentiert die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zu Corona-Schnelltests für Schulbeschäftigte wie folgt:
„Dem Bundesgesundheitsminister scheint es vor allem um seine Medienpräsenz zu gehen. Eine schnelle Schlagzeile bringt den Schulbeschäftigten keinen besseren Arbeits- und Gesundheitsschutz! Das Infektionsrisiko wird durch Antigen-Schnelltests nicht geringer. Der Personalmangel und die Versäumnisse bei der Hygieneausstattung an den Schulen bleiben vielerorts ungelöst. Wer organisiert den Kauf und die Verteilung der Schnelltests? Sollen Schulbeschäftigte nun ernsthaft zu Corona-Testfachleuten ausgebildet werden? Plant Herr Spahn, dass die Beschäftigten später eventuell auch die Schülerinnen und Schüler testen sollen? Dem würde sich die GEW deutlich entgegenstellen!“

Rund 30.000 Menschen sind in Niedersachsen Teil der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Sie ist die mit Abstand mitgliederstärkste Organisation für Lehrkräfte aller Schulformen sowie für pädagogische, therapeutische und technische Fachkräfte. Auch den Beschäftigten im Wissenschaftsbereich und in der Erwachsenenbildung bietet sie einen starken Rückhalt. Die GEW setzt sich nachhaltig für bessere Arbeitsbedingungen ein – und kämpft engagiert gegen Intoleranz und Rassismus.

V.i.S.d.P.:
Christian Hoffmann
Gewerkschaftssekretär / Pressesprecher / Redaktionsleiter
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen
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